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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:kobv:517-opus-26482
URL: http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2010/2648/


Jacobi-Dittrich, Juliane

Erfahrungsformen des Jugendlebens : weibliche und männliche bürgerliche Jugend zwischen 1870 und 1960

Modes of experiencing youth : female and male middle-class between 1870 and 1960

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Dokument 1.pdf (1.393 KB) (SHA-1:2b4d279cb0b7ac18b76cff3eb441531726dd8474)


Kurzfassung auf Deutsch

Anhand der Analyse ausgewählter Texte der Geburtsjahrgänge zwischen 1870 und 1940, die Reflexionen über Jugend vom Kaiserreich bis zu Beginn der weltweiten Jugendproteste der 60er Jahre enthielten, wird durch den Vergleich von Texten von Männern und Frauen der Versuch gemacht, herauszuarbeiten, wie Jugend als Altersphase, jeweils geschlechtsspezifisch reflektiert, sich im Verlauf des untersuchten Zeitraums verändert. Von der strengen Trennung der Lebensräume weiblicher und männlicher Mittelklasse-Jugendlicher bis zu ihrer stärkeren gegenseitigen Durchdringung im Verlauf des 20. Jahrhunderts läßt sich einerseits eine Annäherung der Formen des Jugendlebens feststellen, andererseits aber auch die anhaltende geschlechtsspezifische Erfahrungsform dieser Altersphase in der autobiographischen Reflexion aufzeigen. Für die weiblichen Autoren stellt sich die Diffusion der Identifikationsmuster durch die beschriebene Entwicklung der Annäherung der Erfahrungsräume und gesellschaftlichen Erwartungshaltungen anders als für die männlichen, denen das Problem der Geschlechtsidentität in der autobiographischen Reflexion höchstens peripher erwähnenswert erscheint. Die explorative Studie weist auf, daß geschlechtsdeterminierte Erfahrungsformen dieser Altersstufe durch den Untersuchungszeitraum erhalten bleiben.

Kurzfassung auf Englisch

The article elaborates through comparison of female and male autobiographical reflection on youth characteristic traits of gender determination of this reflection. It covers writing of women and men who are bom during the stretch of time between 1870 and 1940 and who's autobiographical writing hence deals with youth from the formative time of the late nineteenth century through post-world war I and the Nazi era until the beginning of the world wide student movement of the sixties. The development from strict seperation to gradual integration of areas where youth took place has been significant for the time in question. The adaptive capacities of female middle class youth have developed rapidly during the twentieth century. Yet while female writers describe youth as a lifespan determined through the search for gender identity male writers only casually mention this aspect of youth experience. As a result the comparisons between female and male autobiographical writing reveal that the
gender-determined experience of the age group did persist.

Institut: Institut für Erziehungswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Dokumentart: c Postprint
Schriftenreihe: Postprints der Universität Potsdam : Humanwissenschaftliche Reihe, ISSN 1866-8364
Band Nummer: paper 175
Quelle: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie. - 8 (1988), S. 98-114, ISSN 0720-4361
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1988
Publikationsdatum: 15.03.2010
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