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URN: urn:nbn:de:kobv:517-opus-35272
URL: http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2009/3527/



Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Weiß, Norman (Hrsg.)

Hugo Grotius: Mare Liberum : zur Aktualität eines Klassikertextes

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Dokument 1.pdf (524 KB) (SHA-1:0a57248fcd82f22702805ed793d92ebc3f85903a)


Kurzfassung auf Deutsch

Im März 1609 erschien die Schrift „Mare Liberum“. Das aus diesem Anlaß durchgeführte Podiumsgespräch „Hugo Grotius: Mare Liberum – Zur Aktualität eines Klassikertextes“ erörterte zunächst den Typus des Klassikertextes und untersuchte Aspekte der Grotius-Rezeption. Danach wurde erörtert, inwieweit der Protestant Grotius von Ideen des Katholiken de Vitoria beeinflußt war und was dies für die Webersche Einordnung des Kapitalismus bedeutet. Abschließend stellte das Podiumsgespräch dann den Bezug zur heutigen Situation her und behandelte die Bedrohung der Freiheit der Meere durch Piraterie und setzte sich mit den Gegenmaßnahmen der Europäischen Union auseinander.
Die Publikation enthält die ersten drei Beiträge aus der Feder von Markus Kotzur, Johannes Thumfart und Norman Weiß.
Kotzur entwickelt den Begriff des Klassikertexts und macht an den verschiedenen Kategorien – literarische Texte, philosophische, staats- und gesellschaftstheoretische Entwürfe, politische Texte und spezifische Rechtstexte – die jeweiligen Wirkungsmöglichkeiten anschaulich. Er schildert sodann die Besonderheit der spezifisch juristischen Wirkweisen aller Kategorien von Klassikertexten in der völkerrechtlichen Theorie und Praxis gleichermaßen.
Weiß schildert die Entstehungshintergründe von „Mare liberum“ und geht darauf ein, wie und warum ein für den konkreten Einzelfall entstandenes Parteigutachten bereits nach wenigen Jahren zum allgemein bedeutsamen Rechtstext werden konnte. In einem zweiten Schritt wird kurz angerissen, wie sich die Rezeption dieses Klassikertexts im zwanzigsten Jahrhundert darstellt.
Thumfart unternimmt es, die These Max Webers, der Kapitalismus sei durch den Protestantismus begünstigt worden, um die eigene These zu ergänzen, auch die katholische Religion habe sich förderlich erwiesen: Grotius habe seine Idee eines universalen, natur- und gottgewollten Rechts auf Freihandel in Abhängigkeit von dem katholischen Missionsgedanken entwickelt, wie er knapp sechzig Jahre vor Grotius von dem spanischen Dominikaner Francisco de Vitoria formuliert wurde.

Kurzfassung auf Englisch

“Mare Liberum” was published by Hugo Grotius in March 1609. 400 years later, a panel discussion in Potsdam focused on the classical text as such and then dealt with the reception of “Mare Liberum” both in Grotius’ time and today. Furthermore, it was discussed how Grotius himself was influenced by Francisco de Vitoria.
These three papers are included in the present publication; a fourth paper on the current problems of fighting piracy by the European Union was presented but is not included here because we wanted to preserve the historical approach of the publication.

RVK - Regensburger Verbundklassifikation PC 4720
Collection Universität Potsdam / Schriftenreihen / Potsdamer Studien zu Staat, Recht und Politik, ISSN 1867-2663
Institut: Menschenrechtszentrum
DDC-Sachgruppe: Recht
Dokumentart: b Monographie
Schriftenreihe: Potsdamer Studien zu Staat, Recht und Politik, ISSN 1867-2663
Band Nummer: 2
ISBN: 1867-2663
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 08.10.2009
Bemerkung:
zugleich in Printform erschienen im Universitätsverlag Potsdam:

Hugo Grotius: Mare liberum : zur Aktualität eines Klassikertextes / Norman Weiß (Hrsg.). - Potsdam : Universitätsverlag Potsdam, 2009. - 33 S. : Ill.
(Potsdamer Studien für Staat, Recht und Politik ; 2)
ISSN 1869-2443
ISBN 978-3-86956-015-1
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