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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:kobv:517-opus-38326
URL: http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2009/3832/


Hopf, Diether

Mehrsprachigkeit und Schulerfolg bei Schülern mit Migrationshintergrund

Bilingualism and school achievement among children of migrant background

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Dokument 1.pdf (1.382 KB) (SHA-1:1a5029f94fc3272cbc5a67eb1a655f534e731f49)


Kurzfassung in Deutsch

Nach wie vor wird kontrovers diskutiert, wie Schule und Unterricht mit den Herkunftssprachen der Schüler mit Migrationshintergrund umgehen sollten und welche Rolle der Verkehrssprache Deutsch zukommt. Wird von den einen die besondere Bedeutung der Herkunfts- oder Familiensprachen für die Entwicklung der Verkehrssprache und der Schulleistungen betont, schreiben andere vor allem der Verkehrssprache eine Schlüsselfunktion für das Erreichen guter Lernergebnisse in der Schule zu. Nach einem Überblick über die quantitativen Rahmenbedingungen, unter denen Schüler mit Migrationshintergrund und ihre Lehrer arbeiten, und nach einem Überblick über die sprachliche Differenzierung, die an den deutschen Schulen anzutreffen ist, werden zunächst die Erwartungen skizziert, die an den Gebrauch von Herkunftssprachen bzw. des Deutschen in der öffentlichen Diskussion geknüpft werden. Im Anschluss daran wird der Stand der Forschung über den Zusammenhang von Familiensprache und Verkehrssprache sowie von Sprache und Schulleistungen bei den Schülern mit Migrationshintergrund skizziert und methodenkritisch diskutiert. Aufgrund der lückenhaften Forschungsbefunde werden schließlich pädagogisch-psychologische Untersuchungen zum schulischen Lernen auf ihre Relevanz für die anstehende Frage geprüft. Schlussfolgerungen für die schulische Praxis, die dem Stand unseres Wissens entsprechen, sowie Aufgaben für künftige Forschung werden abschließend formuliert.

Kurzfassung in Englisch

As yet, no consensual answer has been given to the question of how the native languages of students of migrant background and the lingua franca (German) should be dealt with by the school and in the classroom. The article critically evaluates pertinent research, focusing on the research methods applied, and reaches the conclusion that the competence in native languages apparently
does not foster the learning of the lingua franca. As far as school achievement is concerned, competence in the lingua franca seems to be very closely
connected with school success. Recently published studies which contain evidence of causal relationships between language competence and school achievement are especially closely examined. Furthermore, an intervention study comparing types of treatments for language learning is discussed and the relevance of broader studies in psychological learning theory to school learning
is inquired. Finally the consequences of the findings for school practice and future research are summarized and discussed:
• About one third of all students in school age are and will be children of migrant background; their presence will be a constant task of the German schools.
• These students come from more than 150 countries and speak close to 200 family languages; the need for a lingua franca is evident.
• Until today their school achievement is much worse than that of students without migrant background, the difference being between 2 and 3 school years.
• There is a strong co-variation between school achievement and competence in the German language which leads to the recommendation to invest into intense training of the language of the school, without recurrence to the family
languages.

Institut: Institut für Erziehungswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Dokumentart: c Postprint
Schriftenreihe: Postprints der Universität Potsdam : Humanwissenschaftliche Reihe, ISSN 1866-8364
Bandnummer: paper 123
Quelle: Sprache, Stimme, Gehör : Zeitschr. für Kommunikationsstörungen, 31 (2007) 4, ISSN 0342-0477
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 24.11.2009
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