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URN: urn:nbn:de:kobv:517-opus-31547
URL: http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2009/3154/



Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Voigts, Manfred (Hrsg.)

Freie Wissenschaftliche Vereinigung : eine Berliner anti-antisemitische Studentenorganisation stellt sich vor - 1908 und 1931

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Dokument 1.pdf (3.257 KB) (SHA-1:b96c5c3ddeaa4fefdae5dffb9ba9bdbd1b535c8c)


Kurzfassung in Deutsch

Pri ha-Pardes (Früchte des Obstgartens) ist eine Reihe der Vereinigung für Jüdische Studien e.V., welche in Verbindung mit dem Institut für Jüdische Studien der Universität Potsdam publiziert wird. Pri ha-Pardes möchte kleineren wissenschaftlichen Studien, Forschungen am Rande der großen Disziplinen und exzellenten Masterarbeiten eine Publikationsplattform bieten.

Die Freie Wissenschaftliche Vereinigung (FWV) wurde 1881 als Studentenorganisation an der Berliner Universität – der heutigen Humboldt-Universität – gegründet und bestand bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1933. Diese Studentenorganisation hatte es sich zum Ziel gesetzt der sich im Zuge des ‚Berliner Antisemitismus-Streites‘ ausbreitenden judenfeindliche Stimmung an den Universitäten entgegenzutreten und wurde dabei von bedeutenden Professoren wie zum Beispiel Theodor Mommsen und Rudolf Virchow unterstützt. Für viele späteren herausragende Persönlichkeiten war die Freie Wissenschaftliche Vereinigung der Ort der ersten Selbstverwirklichung – unter ihnen befanden sich Jakob van Hoddis, Kurt Hiller und Wilhelm Fliess. In den von der FWV organisierten Vorträgen sprachen viele namhafte Persönlichkeiten der Zeit zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Fragen.

Die beiden hier erstmals neu herausgegebenen Taschenbücher der FWV aus den Jahren 1908 und 1931 enthalten neben Selbstdarstellungen des Vereins, Artikeln zu zeitgenössischen Diskursen auch die Namen und Themen der Vortragsredner und machen sie somit zu wichtigen kulturhistorischen Dokumenten des Kaiserreiches und der Weimarer Republik. Die Geschichte der Studentenorganisation, ihre Bedeutung innerhalb der deutschen Universitätsgeschichte und die Rolle einzelner Mitglieder werden in wissenschaftlichen Artikeln gewürdigt.

Kurzfassung in Englisch

Die Freie Wissenschaftliche Vereinigung (FWV, The Free Scholarly Association) was founded in 1881 as a student organization of the Berlin University – now called Humboldt University – and existed until its dissolution in 1933. This student organization aimed at confronting the anti-Jewish sentiments within universities in the course of the Berlin Antisemitism Dispute (Berliner Antisemitismusstreit) and was supported in the process by prominent professors, such as Theodor Mommsen and Rudolf Virchow.

Die Freie Wissenschaftliche Vereinigung offered many distinguished scholars a first place of self realization, including among others Jakob van Hoddis, Kurt Hiller and Wilhelm Fliess. At conferences organized by the FWV many notable intellectuals addressed social, political and cultural issues of the time. The two so called ‘Pocketbooks’ (‘Taschenbücher’) dating back to the years 1908 and 1931 have been published here for the first time and contain not only self-portrayals of the association but also articles on contemporary discourses along with the lecturers' names and subjects.

Therefore, they make up important documents of the cultural history of the German Empire and the Weimar Republic. The history of the student organization,
its significance concerning the history of German universities and the role of distinct members are valued highly in scientific articles.

RVK - Regensburger Verbundklassifikation: AL 48700
Institut: Institut für Religionswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Religion, Religionsphilosophie
Dokumentart: b Monographie
Schriftenreihe: Pri ha-Pardes, ISSN 2191-4540
Bandnummer: 2
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 10.06.2009
Bemerkung:
zugleich in Printform erschienen im Universitätsverlag Potsdam:

Freie Wissenschaftliche Vereinigung : eine Berliner anti-antisemitische Studentenorganisation stellt sich vor - 1908 und 1931 / Manfred Voigts (Hrsg.). - Potsdam : Universitätsverlag Potsdam, 2008. - 230 S.
(Pri ha-Pardes ; 2)
ISSN (print) 1863-7442
ISBN 978-3-940793-30-0
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