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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:kobv:517-opus-11680
URL: http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2007/1168/


Klein-Hitpaß, Katrin

Aufbau von Vertrauen in grenzüberschreitenden Netzwerken - das Beispiel der Grenzregion Sachsen, Niederschlesien und Nordböhmen im EU-Projekt ENLARGE-NET

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Kurzfassung in Deutsch

Enge Kooperationsformen basieren auf Vertrauen und dementsprechend wurde seine zentrale Rolle für die Funktionsfähigkeit von Netzwerken in den letzten Jahren auch zunehmend anerkannt. Diese Bedeutung von Vertrauen wird in grenzüberschreitenden Netzwerken noch potenziert, da neben den mangelnden formalen Sanktionsmöglichkeiten und der Ungleichzeitigkeit des Tauschs die Unsicherheiten resultierend aus der Berührung unterschiedlicher Wirtschafts-, Kultur und Rechtsräume zunehmen, während gleichzeitig die Funktionsfähigkeit verschiedener Institutionen zur Reduzierung dieser Unsicherheiten abnimmt.
Trotz dieser anerkannten Rolle, die Vertrauen in grenzüberschreitenden Kooperationen spielt, wird dem Aufbau von Vertrauen in grenzüberschreitenden Netzwerken und den Möglichkeiten einer gezielten Vertrauensförderung in der Literatur bisher nur wenig Beachtung geschenkt. Um diese Fragen näher zu untersuchen, wurde eine empirische Studie zwischen den deutschen, polnischen und tschechischen Akteuren des von der Europäischen Union geförderten Projektes Enlarge-Net durchgeführt.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass gemeinsame Erfahrungen und wiederholte Interaktion, direkte Kommunikation, institutionellen Rahmenbedingungen, soziale, kulturelle und räumliche Distanzen zwischen den Akteuren und Dritten Parteien einen entscheidenden Einfluss auf den Vertrauensaufbau zwischen den Akteuren eines grenzüberschreitenden Netzwerkes haben. Um den Prozess des Vertrauensaufbaus zu fördern, sollte ein Vertrauensmanagement eingeführt werden, das unter anderem auf die Schaffung formaler und informeller Austauschplattformen abzielt, die Qualität der Kommunikation verbessert und Regeln der Kooperation institutionalisiert. Doch bleibt zu beachten, dass es sich bei dem Aufbau von Vertrauen um einen langsamen und sich sukzessive verstärkenden Prozess handelt, der extrem empfindlich gegenüber Störungen ist, die den gesamten Prozess mit einem Schlag zum Erliegen bringen können.

SWD-Schlagwörter: Grenzüberschreitende Kooperation , Nordböhmisches Gebiet
Freie Schlagwörter (Deutsch): Vertrauen , Sachsen , Niederschlesien
RVK - Regensburger Verbundklassifikation: RC 10817 , RC 10808
Collection: Universität Potsdam / Schriftenreihen / Praxis Kultur- und Sozialgeographie: PKS, ISSN 1868-2499
Institut: Extern
DDC-Sachgruppe: Geografie, Reisen
Dokumentart: b Monographie
Schriftenreihe: Praxis Kultur- und Sozialgeographie | PKS, ISSN 1868-2499
Bandnummer: 37
ISBN: 978-3-939469-02-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 05.01.2007
Bemerkung:
zugleich in Printform erschienen im Universitätsverlag Potsdam:

Klein-Hitpaß, Katrin: Aufbau von Vertrauen in grenzüberschreitenden Netzwerken - das Beispiel der Grenzregion Sachsen, Niederschlesien und Nordböhmen im EU-Projekt ENLARGE-NET / Katrin Klein-Hitpaß. - Potsdam : Univ,-Verl., 2006. - 97 S. : graph. Darst.
(Praxis Kultur- und Sozialgeographie ; 37)
ISSN (print) 0934-716X
ISBN 978-3-939469-02-5
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