Open Access

Home | Suche | Browsen

Open Access-Resolution (Deutsch | Englisch | Französisch) | OA-Leitlinien | Autorenrechte | Quellensammlung | Argumente | Bundestagspetition

Open Access an der Universität Potsdam

Der Senat der Universität Potsdam verabschiedete am 17.05.2006 eine Erklärung zum freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Wissenschaftler der Universität Potsdam. Ziel ist es, Publikationen der Angehörigen der Universität Potsdam künftig frei und kostenlos zugänglich zu machen.

Grundlage der Resolution ist u.a. die Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities vom Oktober 2003, in der die Prinzipien festgelegt wurden, nach denen Forschungsergebnisse zukünftig veröffentlicht werden sollen.

Was heißt Open Access?

Open Access bezeichnet das Ziel, wissenschaftliche Literatur und Materialien im Internet kostenfrei und öffentlich, d.h. ohne finanzielle, technische oder rechtliche Barrieren zugänglich zu machen.

Wie kann Open Access umgesetzt werden?

Der "Grüne Weg" (Open Access-Zweitveröffentlichung)

Der sog. Grüne Weg ist die Zweitveröffentlichung eines Artikels nach der Erstveröffentlichung in einer klassischen Verlagszeitschrift.

Die Zweitveröffentlichung ist dann uneingeschränkt möglich, wenn den Verlagen vertraglich kein ausschließliches, sondern ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt worden ist bzw. wenn die Autoren sich das Recht auf parallele Online-Veröffentlichung ausdrücklich vorbehalten haben.

Sofern die Autoren jedoch sämtliche Verwertungsrechte für ihre Artikel an die herausgebenden Verlage abgetreten haben, steht es ihnen nicht mehr frei, wann und in welcher Form sie die Artikel über das Internet zugänglich machen. Vielmehr bedarf es dann der Zustimmung der herausgebenden Verlage.

Ob ausschließliche Nutzungsrechte an einem Artikel übertragen wurden, kann dem der Veröffentlichung zugrundeliegenden Verlagsvertrag entnommen werden. Sollten Ihnen die Vertragsbedingungen nicht mehr bekannt sein, kann alternativ als Orientierungshilfe zu den Regelungen der einzelnen Verlage oder Zeitschriften die SHERPA/RoMEO-Datenbank genutzt werden.
Deutsche Version: Was gestatten Verlage bei der Selbstarchivierung im Open Access?
In der Datenbank sind die Bedingungen der Musterverträge und Richtlinien der Verlage recherchierbar, wie Autoren ihre Werke online zweitveröffentlichen dürfen und welche Karenzzeit verstrichen sein muss. In der Datenbank wird zwischen Preprints (vor dem Review) und Postprints (nach dem Review) unterschieden. Mit Postprint ist oft auch der sog. "Final Draft" gemeint (Korrekturfahne des Verlags).

Gemäß § 38 Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes darf der Urheber sein Werk nach Ablauf eines Jahres seit der Veröffentlichung in einer periodisch erscheinenden Sammlung (Zeitschrift, Sammelband etc.) anderweitig vervielfältigen und veröffentlichen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

Die Richtlinien der Verlage sind leider oft nicht klar und konsistent formuliert. Gern unterstützen wir unsere Autoren beim Klären der Rechte. Bitte wenden Sie sich an uns. (Siehe auch ..> Autorenrechte)

Der "Goldene Weg" (Open Access-Erstveröffentlichung)

Die Erstveröffentlichung in einer Open Access-Zeitschrift wird als der Goldene Weg des offenen Zugangs zu wissenschaftlichem Wissen bezeichnet. Open Access-Zeitschriften entsprechen den Kriterien des Offenen Zugangs und sind durch ein Peer-Review qualitätsgeprüft.
Der Zugang ist weltweit offen und kostenfrei. Beiträge dürfen unter Benennung der Urheberschaft frei heruntergeladen, genutzt, kopiert, gedruckt oder verteilt werden.
Die Kosten dieser Zeitschriften werden in der Regel von den Autoren bzw. deren Institutionen getragen: Verleger von Open Access-Zeitschriften erheben anstelle von Subskriptionsgebühren vom Abonnenten Publikationsgebühren, meist in Form einer Bearbeitungsgebühr pro akzeptiertem Artikel.

BioMed Central
Der derzeit größte Anbieter von Open Access-Zeitschriften ist BioMed Central (BMC), ein kommerzieller Open-Access-Verlag vor allem für die Fachgebiete Biologie und Medizin.
Die Universität Potsdam ist Mitglied bei BioMed Central. Durch diese Mitgliedschaft haben Autoren der Universität die Möglichkeit, in den über 207 Fachzeitschriften von BioMed Central kostenlos zu publizieren.

Directory of Open Access Journals
Verzeichnis von über 4.841 wichtigen qualitätsgeprüften Open Access-Zeitschriften, 376.303 Volltexte recherchierbar (Stand 03/2010).

Open J-Gate
Verzeichnis von fast 6630 Open Access-Zeitschriften, davon mehr als 3820 peer-reviewed (Stand: 03/2010)

..> weitere Open Access-Journals und -Verlage

Mit dem Publikationsserver der Universität Potsdam auf dem Goldenen und dem Grünen Weg

Mit dem Ausbau des Publikationsservers zum Institutional Repository der Universität Potsdam bietet die Universitätsbibliothek einen Dienst an, der den Wissensschatz der Universität auf Dauer sicher stellt und der frei und ohne Einschränkungen zugänglich ist. Damit wird die Forderung der Senatsresolution vom 17.05.2006 nach freiem Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen der Universität Potsdam umgesetzt.

Der Server steht den Wissenschaftlern der Universität Potsdam für Primärpublikationen (Dissertationen, Habilitationen, Tagungsbände, Monographien, Tagungsbeiträge, Studien und Berichte) und für die elektronische Zweitveröffentlichung anderswo erscheinender oder erschienener Beiträge (Preprints, Postprints) zur Verfügung.


Home | Leitlinien | Impressum | Haftungsausschluss | Statistik | Universitätsverlag | Universitätsbibliothek
Ihr Kontakt für Fragen und Anregungen:
Universitätsbibliothek Potsdam
powered by OPUS  Hosted by KOBV  Open
Archives Initiative  DINI Zertifikat 2007  OA Netzwerk